Leben in Duisburg


History


Tausende feierten das "Wunder von Marxloh"

Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit wurde die Merkez-Moschee in Duisburg am Sonntag, 26. Oktober, mit einer großen Feier ihrer Bestimmung übergeben. Mehrere tausend Besucher aus nah und fern feierten das "Wunder von Marxloh". Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Professor Dr. Ali Bardakoglu, Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten der Türkei, eröffneten die Moschee und Begegnungsstätte.
Viel Prominenz aus Politik und Religion bestaunte die prächtige Ausstattung der Moschee.
Viel Prominenz aus Politik und Religion bestaunte die prächtige Ausstattung der Moschee.
 
Viele Jahre wurde der Bau der Moschee geplant, mit den Nachbarn, den Kirchen und gesellschaftlichen Gruppen besprochen und diskutiert. Das Ergebnis ist ein repräsentatives Gebäude mit mehreren Kuppeln und einem schlanken Minarett. Der Gebetsraum ist in seiner beeindruckende Größe und Helligkeit geschmückt mit traditionellen Ornamenten und Suren. Ein gewaltiger Leuchter hängt in der Mitte der großen Kuppel. 1200 Frauen und Männer können in der Moschee beten. Im Moschee-Gebäude befindet sich auch eine Begegnungsstätte der Religionen, die vom Land gefördert wurde und jetzt ihre Arbeit aufnehmen wird.
 

Neugier auf die Moschee

Dicht gedrängt standen die Besucher im Festzelt an der Warbruckstraße.
Dicht gedrängt standen die Besucher im Festzelt an der Warbruckstraße.
 
Doch zunächst wurde auf dem Freigelände der Moschee in der Warbruckstraße als auch auf der gegenüber liegenden Fläche gefeiert. Gegen 13:30 Uhr begann der Festakt mit tausenden Gästen im Festzelt und vor der Leinwand - Public Viewing einmal ganz anders. Die Organisatoren hatten auf der Bühne ein Musikprogramm beider Kulturen zusammengestellt.

 
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Ein Bekenntnis zu unserer Stadt

Oberbürgermeister Adolf Sauerland sprach von einem "Bekenntnis zu unserer Stadt".
GroßbildansichtOberbürgermeister Adolf Sauerland sprach von einem "Bekenntnis zu unserer Stadt".
Neben Politikern überbrachten hochrangige Vertreter der Katholischen und Evangelischen Kirche sowie der Jüdischen Gemeinde ihre Anerkennung und ihren Respekt vor der Leistung und Offenheit der Moschee-Gemeinde.

Oberbürgermeister Adolf Sauerland sprach die Botschaft an, die von diesem Ereignis ausging: "Es ist nicht die Zahl der Ehrengäste, so sehr wir uns über jeden einzelnen freuen. Nicht die Größe dieses Gotteshauses und seiner Bildungs- und Begegnungsstätte, so sehr uns die Pracht dieses Hauses beeindruckt. Nicht die Quadratmeterzahl und Bausumme, für die die Gemeinde so vielen großzügigen Geldgebern dankbar ist." Nein - die Botschaft würde sich im Selbstverständlichen finden: "Hier sind Menschen, die sich ein Gotteshaus bauen. So schlicht und einfach ist das. Hier ist eine muslimische Gemeinde, die in Deutschland ihre Heimat hat, auch die Heimat ihres Glaubens. An der Warbruckstraße steht nichts anderes als ein Stein gewordenes Bekenntnis zu unserer Stadt."



 
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Großes Medieninteresse

Reporter, Fotografen und Kameraleute wollten sich nichts entgehen lassen.
Reporter, Fotografen und Kameraleute wollten sich nichts entgehen lassen.
 
Die Eröffnung der Merkez-Moschee hatte bundesweit und auch über die Grenbzen hinweg für großes Interesse bei den Medien gesorgt. Rund 180 Jornalisten verfolgten die Reden, die Zeremonie, als ein rotes Band durchschnitten wurde, und die Reaktionen der Gäste. Sogar das kanadische Fernsehen CBC berichtete aus Marxloh.

Noch lange nach dem Ende des offiziellen Teils warteten alteingesessenen Duisburger und Gemeindemitglieder ungeduldig darauf, die große Moschee auch von Innen zu besichtigen. Zum Abschied gab es Rosen für alle Besucher.
 
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Film zur Eröffnung


Flashplayer
 
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