Riesenbärenklau & Co.
In den letzten Jahrzehnten haben sich bestimmte eingewanderte Pflanzen (Neophyten), wie z. B. der Riesenbärenklau massenhaft ausgebreitet

Riesenbärenklau ist ein deutscher Sammelbegriff für eine Gruppe nah verwandter Hochstauden der Gattung Heracleum (Herkulesstaude), die sich mittlerweile unkontrolliert verbreitet hat und bundesweit Probleme sowohl aus gesundheitlichen als auch naturschutzfachlichen Gründen bereitet.
Neben den ökologischen Problemen aufgrund der Verdrängung der einheimischen Vegetation durch die bis zu 3 - 5 Meter groß werdenden Pflanzen stellen diese aus dem Kaukasus eingedrungenen Riesenbärenklau-Arten auch eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung für den Menschen dar.
Bei Berührung sondert die Pflanze einen klaren, wässrigen Saft ab, der In Kombination mit Sonnenlicht (ultravioletter Strahlung) bei Menschen schwere Hautverbrennungen verursachen kann. Die Reaktion kann schon 15 Minuten nach Hautkontakt erfolgen, der Zeitpunkt der maximalen Gefährdung liegt jedoch zwischen 30 Minuten und 2 Stunden, wird daher in der Regel spät bemerkt und stellt gerade für spielende Kinder eine ernstzunehmende Gefahr dar. Die Staude sollte daher unter Einsatz geeigneter Schutzkleidung und Vorsichtsmaßnahmen entfernt und bekämpft werden.

