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Ehrgeiziges Projekt: Die Wohnentwicklung zwischen Wedau und Bissingheim

Die Vision der Duisburger Städteplaner, eine architektonisch anspruchsvolle Bebauung zwischen Wedau und Bissingheim zu verwirklichen, und das Interesse des Eigentümers einer möglichst rentablen Nutzung des ehemaligen Rangierbahnhofsgeländes schließen sich nicht aus!

Die Idee des Konzepts


GroßbildansichtDas neue Wohngebiet liegt auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs.
Bei näherer Betrachtung des jetzt vorgestellten Konzepts, vom renommierten Architekturbüro Krier/Kohl aus Berlin im Auftrag der Stadt erstellt, wird sogar die "Geburt eines neuen Stadtteils" ersichtlich. Der Erhalt der im direkten Umfeld vorhandenen Infrastruktur (Kindergärten, Schulen usw.) und die Schaffung neuer Zufahrtswege wird auch den Wohnwert umliegender Wohngebiete positiv beeinflussen. Die Stadtplaner bezeichnen das als ein "nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept".

Der derzeitige Eigentümer plant schon eine hochwertige Wohnbebauung, was eine gleichzeitige Nutzung z.B. der nördlichen Flächen als Logistikstandort wegen der zusätzlichen Verkehrs- und Lärmbelastungen ausschließt.

Die Architekten Rob Krier und Christoph Kohl haben bereits erfolgreiche Beispiele ihrer Beplanung und Umgestaltung größerer Objekte im In- und Ausland abgeliefert. Hervorzuheben ist hier die Entwicklung des Kirchsteigfeldes in Potsdam, das zu den größten Stadtteilentwicklungsvorhaben nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern gehört, Auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu Duisburg findet sich ein anschauliches Beispiel: Das zum Mülheimer Theodor-Fliedner-Werk gehörende Wohndorf ist eine Kreation von Krier/Kohl.

 

Die Aufteilung des Wohnbaugebiets


GroßbildansichtDer Gesamtplan zeigt die möglichen Bebauungsnutzflächen.
Ein besonderes Augenmerk richten sie darauf, dass sich das neue Wohngebiet mit seinen Bebauungs- und Grünanteilen harmonisch in die bereits bestehenden Strukturen einfügt. Die Lage zwischen der Innenstadt und dem Sportpark Wedau im Norden des Areals, sowie dem Erholungsraum "Sechs-Seen-Platte" im Süden stellt den überregionalen Bezug her: Dieser Wohnstandort ist nicht nur für Duisburg interessant, sondern spricht die Bevölkerung in einem weiteren Umkreis an. Für die zeitliche Realisierung von Infrastruktur und Bebauung wurde das Gebiet in drei Baufelder mit dörflichen Strukturen unterteilt.


 

Dörflicher Wohncharakter - das mittlere Baufeld


GroßbildansichtDer Plan zeigt den dörfliche Charakter des Baufeldes Mitte mit dem Dorfplatz im Zentrum.
Zuerst soll das mittlere Baufeld realisiert werden, da dies eine zentrale Funktion auch für die anderen Felder erfüllt. Hier soll der Anschluss an den Ortsteil Wedau über einen neuen Kreuzungspunkt entstehen. Der Haltepunkt Bissingheim wird mit einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer angebunden. Da dieser damit besser erreichbar wird, ist auch mit einer steigenden Bedeutung des Bahnhaltepunkts zu rechnen. Über das mittlere Baufeld wird auch die verkehrliche Erschließung des südlichen Baufeldes erfolgen.

 

So könnte der Dorfplatz nach der Skizze der Planer einmal aussehen.
 
Zeitlich unabhängig kann das nördliche Baufeld entwickelt werden. Die Haupterschließung soll durch Verlängerung der neuen Masurenallee ermöglicht werden. Durch einen zweiten Knotenpunkt am östlichen Ende der Wedauer Straße kann das Gebiet zusätzlich erschlossen werden.
 

Eingebettet in die Naherholung - das südliche Baufeld


GroßbildansichtSo würden die Häuserzeilen im südlichen Baufeld angeordnet sein.
Der südliche Bauabschnitt kann mit seiner unmittelbaren Lage an der Sechs-Seen-Platte punkten und kann sich zu einer der bevorzugten Wohnlagen Duisburgs entwickeln.

 

Kreatives Bauen - viele Kombimöglichkeiten möglich


GroßbildansichtEine mögliche Variante aus dem "Baukasten" für Bauherren
Für die Wohnbebauung haben sich die Planer bei Krier/Kohl etwas Besonderes einfallen lassen: In Anlehnung an den modernen Automobilbau soll eine Art Baukastensystem auf der Basis einiger Grundtypen eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten für Bauwillige zur Verfügung stellen. Dadurch lässt sich genügend individuelle Kreativität verwirklichen. Der Vorteil dieses Systems liegt auf der Hand: Trotz individuellem Charakter bleibt der Preis moderat, da Bauabläufe und -planungen kostenoptimiert werden.

 

Eine Häuserzeile aus dem Kombiprogramm von Krier/Kohl
 
Unser Fazit: Aufgrund der glänzenden touristischen Perspektiven im neuen Sportpark Wedau, mit seinen entstehenden Attraktionen als Naherholungsgebiet weiter aufgewertet, kann nur eine hochwertige Wohnbauentwicklung zwischen Wedau und Bissingheim das Ziel sein!