
Der Name "Kopfbauum" ergibt sich durch die typische Form des oberen Teils des Baumes. Diese Form erhält der Baum durch das einmalige "Köpfen" der Krone und das regelmäßige Schneiden danach.
Junge Bäume werden in einer Höhe von 1 - 3 Metern das erste mal geköpft. Es ist wichtig, die Äste regelmäßig nachzuschneiden, da diese immer dicker und schwerer werden und der Baum dadurch auseinander bricht.
Charakteristisch an den Kopfbäumen sind die Höhlenbildungen, die durch Fäulnis, verursacht von Pilzen und Bakterien, im Baum entstehen.
Heute werden Kopfbäume nicht mehr wirtschaftlich eingesetzt, dafür haben sie eine sehr wichtige ökologische Bedeutung. Der eigenartige Wuchs und das aufgereihte Vorkommen an Gräben und Bächen prägen das Landschaftsbild des Niederrheins.
Am Wichtigsten sind die Kopfbäume für den Artenschutz. Die entstandenen Hohlräume dienen als wichtiger Lebensraum und Brutplatz für viele Arten, z. B. den im Bestand gefährdeten Steinkauz, der die Kopfbäume als Brutplatz nutzt. Zahlreiche weitere Lebewesen, darunter Moose, Flechten, Pilze und Farne, sogar andere Bäume und Sträucher, wie vor allem der Schwarze Holunder, siedeln sich auf den morschen Stämmen und Köpfen an.